20 Jahre Fat Wreck: Die umfangreiche Dreifach-CD “Wrecktrospective” feiert den Geburtstag

This entry was posted on 24.02.2010

Welche Jubiläen haben wir in den vergangenen Jahren im Trust gefeiert? Ein Vierteljahrhundert Alternative Tentacles, eine ebenso lange Zeit Touch & Go Records, zuletzt 30 Jahre SST. Das alles sind Labels, über die sich letztlich auch das Trust definiert hat. Fat Wreck gehört in diese Reihe eher nicht.

Aber das Label war immer ein wichtiger Nebendarsteller, der regelmäßig auffällt, dann aber auch wieder ein Stückchen zurücktritt. Immerhin: Es gibt so etwas wie einen Fat-Wreck-Sound, was nur wenige Labels von sich behaupten könne. Und den 20. Geburtstag kann NoFX-Chef Fat Mike mittlerweile auch schon feiern (seines Labels natürlich!).

Begangen wird der mit der Dreifach-CD “Wrecktrospective”, die in “größte Hits”, “Demos” und den Songs des Fat-Wreck-Single-Clubs aufgeteilt ist. Man kann hier nochmal schön die Hits und Misses des Labels nachvollziehen (was natürlich rein subjektiv ist). Auf der einen Seite gibt es da großartige, ihr Genre prägende Bands wie die Descendents, Snuff, Dillinger Four oder Avail. Auf der Seite sind da Ausfälle wie Randy, MXPX oder Tilt. Und dazwischen stehen die Bands, bei denen man ihre Relevanz anerkennen muss, auch wenn man sie persönlich nicht mag: Sick Of It All etwa, No Use For A Name oder Real McKenzies.

Fast alle Bands, die im Laufe der Jahre bei Fat Wreck waren, kommen hier vor: NoFX naturgemäß am häufigsten, andere nur mit einem Demotrack. Die ‘Wreckospective’ bietet also einen guten Überblick über die Label-Geschichte, auch wenn ich persönlich eine subjektivere Zusammenstellung bevorzugt hätte. Demos etwa von den Descendents hätten mich nämlich doch schwer interessiert. Aber da hat sicherlich jede eine eigene Ansicht

Fat Mike gibt einen eher kurzen Überblick über die vergangenen Jahre, lässt aber selbst die Tiefpunkte nicht aus. Schließlich musste auch Fat Wreck Leute – Freunde! – entlassen. Immerhin bewahrt er seine positive Grundeinstellung. Im Booklet kommen viele Musiker zu Wort, was mal lustig (etwa bei Duncan Redmonds von Snuff) ist und teilweise verbittert (Ben Weasel!) klingt.

Wie auch immer: Fans des Fat-Wreck-Sounds werden diese Zusammenstellung lieben. Und wer wirklich erst noch in die Bands des Labels reinhören muss, bekommt hier eine gute Gelegenheit dazu. (Fat Wreck)

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